Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure
    der Freien Hansestadt Bremen e.V.

| Sitemap | Letzte Änderung: Aktuelle Veranstaltungen und Exkursionen (12.12.2018, 09:53:07) |

Exkursionsberichte


Fachexkursion nach Bremerhaven - 07.11.2018
 
 
Wir stellen fest, dass sich offensichtlich der Wettergott mit seinen Sonnentagen im November nach unseren VSVI-Fachexkursionen richtet.
 
Wie schon in letzten Jahren hatten wir auch 2018 wieder großes Glück mit dem Wetter. An diesem 07. November war das nun besonders wichtig, da die Fachexkursion mit einem Stadtspaziergang begann.
 
Einen ausführlichen Bericht für alle Daheimgebliebenen finden Sie hier: BremerhavenHomepage.pdf  
 
Bildliche Eindrücke haben wir hier für Sie zusammengestellt: Fachexkursion nach Bremerhaven - November 2018  
 
============================================================================================
 
Workshop „Planen für alle – Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung im historisch sensiblen Kontext“ - 29.06.2018  
 
Unter vorstehend genanntem Titel trafen sich am 29.06.2018 zahlreiche VSVI Mitglieder, Studenten der Hochschule Bremen und weitere Interessierte, um zusammen mit dem Bremischen Landesbehindertenbeauftragten, Herrn Dr. Steinbrück, die "Theorie und Praxis" der bremischen Gegebenheiten zu beleuchten und zu "erfahren".

Das Thema stieß nicht nur Planenden, sondern auch bei Menschen mit Behinderungen aus anderen Arbeitsbereichen auf reges Interesse.

Veranstaltungsort für den theoretischen Teil war das Haus der Bürgerschaft, wo Markus Mey, Vorsitzender der VSVI Bremen, nach einem kleinen Imbiss und gerüstet mit kalten Getränken, alle Teilnehmer begrüßte. Nachdem auch Herr Dr. Lohse (Senator für Bau, Umwelt und Verkehr) die Anwesenden begrüßt hatte, gab es neben einem Impulsreferat von Herrn Dr. Steinbrück ein weiteres von Prof Dr. Skalecki (Leiter der Bremischen Landesdenkmalbehörde).

Im Anschluss daran stellten die akp Stadtplanung und Regionalentwicklung (aus Kassel) und das Bremer Büro von protze + theiling praktische Beispiele von Barrierefreiheit im historisch sensiblem Umfeld vor.

Die Studierenden der Hochschule Bremen hatten bereits im Vorfeld des Workshops eine Analyse von Schnoor und Domsheide (in Bezug auf Barrierefreiheit und verschiedene Varianten zur Umgestaltung und auch Verkehrslenkung des ÖPNV auf dem Platz der Domsheide, der Violenstraße und der Balgebrückstraße) erarbeitet, die ebenfalls vorgestellt wurde.

Im Anschluss an den theoretischen Teil konnten die Workshop-Teilnehmer den betrachteten Bereich mit Rollstuhl und Blindenstock selbst auf Verbesserungsmöglichkeiten der Barrierefreiheit prüfen. Nach rund 4 Stunden waren alle um wichtige Erfahrungen reicher.
 
 
Einige bildliche Eindrücke finden Sie hier:Barrierefreie Verkehrsraumgestaltung im historisch sensiblen Kontext  
 
Fotos: Carsten W. Müller
 
 
============================================================================================
 
Mitgliederversammlung 2018 mit Fachexkursion "Mobilitätswandel in Bremen" - 16.05.2018  

Wie auch in den vergangenen Jahren hat die VSVI Bremen im Vorfeld der Mitgliederversammlung am Veranstaltungsort wieder eine Fachexkursion organisiert.
 
Beides fand am 16. Mai 2018 im Hause der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) statt, die jede Menge Aktuelles zum Thema Mobilität zu bieten hat.
 
Den detaillierten Bericht zu dieser spannenden Fachexkursion finden Sie hier: BSAG.pdf  
 
Ein paar bildliche Eindrücke finden Sie hier:Fachexkursion zum Mobilitätswandel bei der BSAG - 16.05.2018  
 
Fotos: Carsten W. Müller
 
 
Im Nachgang zur Fachexkursion fand die Mitgliederversammlung statt.
 
Einen detaillierten Bericht finden Sie hier: MGV2018.pdf  
 
Bild "XXX.jpg" Bild "XXXX.jpg"  
 
Fotos: Stefan Pohl
 
==========================================================================================
 
Fachexkursion in das Bau-ABC Rostrup/Bad Zwischenahn - 14. November 2017  
 
Am 14. November 2017 fand wieder eine Fachexkursion in das Ausbildungszentrum des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e. V. , das Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn, statt.
 
Tagesschwerpunkte waren die Praxisabläufe von Straßenfertigern.
 
Insgesamt 24 Teilnehmer, großenteils Studierende sowie einige VSVI-Mitglieder, nutzten hierbei die Möglichkeit, das Ausbildungszentrum in Rostrup, allg. Themen zum Asphalteinbau sowie aktuelle Maschinen für den Asphalteinbau kennenzulernen.

Nach der Begrüßung und Einführung in das Ausbildungszentrum durch Herrn Lars Keller als Vertreter VSVI Vorstandes und sowie Herrn Wolthuis, einem Lehrwerkmeister für Straßenbau, Kanalbau und Maschinentechnik, gab es von Herrn Manfred Brunnen eine Präsentation zur Wirtgen Group (Vögele, Hamm, etc.) sowie durch Herrn Ralf van der Pütten zur Fayat Gruppe (Dynapac, etc. ).
 
Danach wurde die Gruppe geteilt.
 
Einem Teil erläuterte Herr Brunnen an einem Simulationsstand (Vögele AG) für Asphaltfertiger die Grundfunktionen, Einstellungen und einbaubedingte Prozessabläufe, einem anderen Teil wurde draußen am Gerät mögliche Einbaufehler, welche durch Fehleinstellungen an der Maschine auftreten können, von Herrn Wolthuis erklärt.
 
Eine Parallelgruppe wiederum konnte die aktuellen Modelle der Fa. Dynapac besteigen und deren Funktionen bestaunen.
 
Hier blieb Herr van der Pütten keine Antwort schuldig.
 
Willkommende Pause insbesondere zum Aufwärmen, da es draußen sehr kalt und windig war, bot das anschließende Mittagessen in der Kantine. Nach erfolgtem Gruppenwechsel ging es nach einer Abschlussrunde, gegen 15:00 Uhr, mit vielen Eindrücken und Erkenntnissen zum Asphalteinbau wieder mit dem Bus Richtung Bremen.
 
Ein herzliches Dankeschön der VSVI Bremen geht an die Hochschule Bremen und das Bau-ABC Rostrup. Während der Bauindustrieverband das Ausbildungszentrum zur Verfügung stellte, übernahm die Hochschule weite Teile der Organisation.
 
Prima, dass diese Kooperationen bestehen.
 
Für die VSVI Bremen ein großer Gewinn, der sich nicht zuletzt durch zahlreiche Neuanmeldungen von Studierenden zeigte.
 
Ein paar bildliche Eindrücke finden Sie hier:BauABC2017  
 
Fotos: Jens Wiesemann  
 
============================================================================================
 
Fachexkursion nach Bremerhaven - 02. November 2017  
 
Auch in diesem Jahr hat die VSVI Bremen eine Fachexkursion nach Bremerhaven angeboten, bei der diesmal das im Umbruch befindliche Kistner-Gelände besichtigt- und der aktuelle Stand der Bauarbeiten am Cherbourger Tunnel in Augenschein genommen werden konnte.
 
Das an der Geeste gelegene Kistner-Areal war fast ein Jahrhundert ein wichtiger Werft- und Industriestandort und soll nun nach 15 Jahren Brache einer impulsgebenden Quartiersentwicklung zugeführt werden.
 
Die bildlichen Eindrücke stehen nachfolgend bereits zur Verfügung.
 
Bildergalerie Fachexkursion nach Bremerhaven
 
Fotos: Markus Mey  
 
============================================================================================
 
 
Fachexkursion zum Bremer Weserwehr - 03.08.2017
 
 
Der "norddeutsche Wettergott" hatte ein Einsehen, als am 03. August zahlreichen Mitglieder anhand zweier Vorträge der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, das Weserwehr, wie auch die Staustufe Bremen vorgestellt wurde.
 
Daran schloss sich eine Führung durch das Wehr und eine Besichtigung der Schleuse an.
 
Einige bildliche Eindrücke finden Sie hier: Fachexkursion zum Bremer Weserwehr  
 
Fotos 1-7 : Markus Mey
Fotos 8-12: Lars Keller
 
 
============================================================================================
 
Fortbildungsveranstaltung der VSVI Bremen zur Aktualisierung der DIN 18300 im Zusammenhang mit der Baugrundeinteilung in "einheitliche Homogenbereiche" am 17. Mai 2017
 
 
Die VSVI bemüht sich satzungsgemäß um die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitglieder.
 
Dieses geschieht üblicherweise in unserem regelmäßig stattfindenden Seminar und in unseren Fachexkursionen.
 
Aufgrund der aktuellen Brisanz des Themas "DIN 18300 im Zusammenhang mit der Baugrundeinteilung in einheitliche Homogenbereiche" haben wir für den 17. Mai 2017 eine aktuelle Fortbildungsveranstaltung organisiert.
 
Herr Dr.-Ing. Gerd von Bloh, vom Grundbaulabor Bremen, hat zusammen mit seiner Kollegin, Frau M. Sc. Geow. Imke Krull, einen sehr informativen Vortrag zu diesem Thema gehalten.
 
Mit fast 40 Teilnehmern war der Tagungsraum in der Architektenkammer/Ingenieurkammer sehr gut besucht, was uns gezeigt hat, dass auch diese "spontane" Zusatzveranstaltung aufgrund der Aktualität des Themas einen hohen Zulauf in- und externer Besucher gefunden hat.
 
Bild "HOMOGEN.JPG"  
 
===========================================================================================
 
 
„Bahnübergänge Oberneuland“ 31.03.2017
 
 
Ein weiterer Umbauprozess eines höhengleichen Bahnüberganges zu einem höhenfreien Bahnübergang wird in Bremen-Oberneuland in Kürze abgeschlossen sein.
 
Wir hatten am 31.03.2017 die Möglichkeit, das Bauvorhaben an einem Tag zu besichtigen, an dem in der Folgenacht eine Sperrpause vorgesehen ist.
 
Zum Projekt:  
 
Die Bahnstrecke zwischen Bremen und Hamburg verläuft direkt durch Oberneuland.
In den letzten Jahren hat der Personen- und Güterverkehr auf dieser Strecke stark zugenommen. Dies sorgte in der Vergangenheit vielfach für lange Wartezeiten an den vorhandenen Bahnübergängen. Durch den zunehmenden Individualverkehr haben sich die drei Bahnübergänge in Oberneuland jeweils zu einem Nadelöhr entwickelt, lange Staus waren täglich die Folge.
 
Zwischenzeitlich wurden bereits die ersten beiden Bahnübergänge höhenfrei ausgebaut. Für die Anlieger ein Genuss, die nun nicht mehr von den geschlossenen Bahnschranken abhängig sind. Der letzte Bahnübergang wird absehbar aufgehoben, derzeit ist in seinem Bereich eine große Baustelle, die wir - inkl. einem spannenden Fachvortrag - vor Ort in Augenschein genommen haben.
 
Bild "8512.jpg"  
 
Weitere bildliche Eindrücke erhalten Sie hier: Bildergalerie Bahnübergänge Oberneuland  
Alle Bilder: ASV Bremen
 
============================================================================================
 
„Standort der Möglichkeiten – Die Überseestadt Bremen“ 15.03.2017
 
 
Wie gewohnt haben wir Sie auch 2017 im Vorfeld der Ordentlichen Mitgliederversammlung zu einer Fachexkursion eingeladen.
 
In diesem Jahr ging es mit einem Busshuttle durch die Bremer Überseestadt.
 
Vom Überseequartier und der westlichen Hafenkante entlang dem Europahafen und der Konsul-Smidt-Straße mit Blick in den Schuppen 1 bis hin zum östlichen Ende der Überseestadt am Kaffee Quartier.
 
Ein paar Bilder zur Mitgliederversammlung mit vorausgehender Fachexkursion finden Sie hier:
 
Bericht zur Fachexkursion: Ueberseestadt.pdf
 
Mitgliederversammlung und Fachexkursion Überseestadt 15. März 2017  
 
Bild "6935.jpg"  
 
(Alle Bilder: Dipl.-Ing. Burkhardt Rüther)
 
============================================================================================
 
 
Fachexkursion nach Kopenhagen
Fehmarnbelt-Tunnel und Radfahrstadt
 
 
Die große Fachexkursion der VSVI-Bremen führte in diesem Jahr erneut ins Ausland.
 
Nachdem mit unserer Fachexkursion nach Amsterdam und Utrecht vor zwei Jahren das Thema Auslandsreisen wiederbelebt worden war, hat sich die VSVI Bremen erneut entschieden, eine Fachexkursion in die direkte Nachbarschaft anzubieten.

Vom 25. bis zum 27. August 2016 fand diese bei strahlendem Sonnenschein statt, die neben dem Kennenlernen einer bemerkenswerten europäischen Hauptstadt mit dem Fehmarnbelt-Tunnel ein Großprojekt und mit dem Thema Radfahren eine zentrale Entwicklung unseres Verkehrsverhaltens und unserer Mobilität zum Thema hatte.
 
Nach dem üblichen Modell der geteilten Einbeziehung von Arbeitstagen und Wochenende startete die Fachexkursion am Donnerstagmorgen in Bremen. Der Hinweg war frei von Staus, sodass die Fähre über den Fehmarnbelt planmäßig erreicht wurde. Viele von Ihnen werden das besondere Gefühl kennen, auf der Fähre auszusteigen und bei strahlendem Sonnenschein über die Ostsee zu blicken. Ein guter Start in eine von wundervollem Wetter geprägte Fachexkursion.
 
Als erster Zielpunkt wurde die dänische Seite des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels angesteuert. Zukünftig soll alternativ zu den Fähren ein Tunnel die verkehrliche Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark sicherstellen. Ein Vertreter der dänischen Realisierungsgesellschaft Femern A/S erläuterte an einem Aussichtspunkt das Bauvorhaben und die hiermit einhergehenden Maßnahmen. Die Aspekte Bauverfahren, Umwelt und verkehrliche Anbindung fanden ebenso
Berücksichtigung, wie im Zuge der Befahrung des Areals die Erläuterung des geplanten Standortes der Fabrik für die Elemente des Absenktunnels, der bereits laufenden Vorbereitungsmaßnahmen und der gesamten Logistik, die mit einem solchen gigantischen Projekt einhergeht. Diese umfasst Unterkünfte für die Bauarbeiter, Logistikflächen und Infrastruktur.

Der Fehmarnbelt-Tunnel erfüllt viele Kriterien, die nach heutigem Ermessen sinnvoll erscheinen, um eine direktere Verbindung zwischen Deutschland und Skandinavien unter der Ostsee zu schaffen.
 
Bild "Kasten.JPG"  
 
Mit den ersten Impressionen von diesem gigantischen Projekt, einer Vorstellung davon, wie groß die Einflüsse auf das Planungsgebiet sein werden und dem Wunsch, weitere konkrete Informationen zu erhalten, ging es nach Kopenhagen in den Hauptsitz der Femern A/S.
 
Hier wurde durch Claus Iversen, einen der zentralen Ingenieure in dem Projekt, eine Präsentation gehalten, die unschwer die große Begeisterung für dieses gigantische Projekt erkennen ließ. Mit vielen technischen Details, aber auch umfassenden Erläuterungen zur Vertragssituation zwischen Deutschland und Dänemark und den Abhängigkeiten, die aufgrund des deutschen Planfeststellungsverfahrens zu zeitlichen Schwierigkeiten führen werden, wurde das Projekt noch eingehender vorgestellt.
 
Für uns Ingenieure eine wichtige Erkenntnis:
 
Technische Projekte können mit sehr viel Engagement und Leidenschaft vorgestellt werden und geradezu Begeisterung für ihren Nutzen und die Phase der Realisierung mit sich bringen.
Mit all diesen Impressionen zu einem bemerkenswerten Infrastrukturbauvorhaben landete die Reisegruppe in der Kopenhagener Innenstadt. Wie eindrücklich der erste Fachexkursionstag war, wurde durch die vielen Diskussionen insbesondere zu technischen Themen zum Absenktunnel im Rahmen des Abendessens feststellbar.
 
Am nächsten Morgen wurden die Teilnehmer der Fachexkursion erneut von allerbestem Wetter begrüßt. Das passte gut, da nun die Erkundung Kopenhagens mit dem Fahrrad auf dem Programm stand. Während zum Einen die Sehenswürdigkeiten Kopenhagens von unserer aus Augsburg stammenden Stadtführerin erläutert wurden, wurden zum Anderen auch die besonderen Rahmenbedingungen des Radverkehrs in Kopenhagen erfahren. Unbestritten, dass Kopenhagen eine eindeutige Ausrichtung auf den Radverkehr hat, viele Zuführungsrouten in die Innenstadt einen wesentlichen Platz in den Straßenräumen einnehmen. Aber im unmittelbaren Innenstadtbereich ist doch festzustellen, dass die Konkurrenz zwischen den Verkehrsarten auch hier nur einen gehemmten Fluss des Radverkehrs zulässt. Sind doch auch jede Menge Fußgänger und nach wie vor Autos im Innenstadtbereich unterwegs. Aktuell baut Kopenhagen das Metrosystem aus, wodurch sich sicherlich in der Zukunft weitere Potenziale für die Priorisierung des Radverkehres ergeben, soweit noch mehr Autofahrer zukünftig auf den ÖPNV umsteigen. Vorbildcharakter hat Kopenhagen im Hinblick auf den Radverkehr allemal. Und dieses nicht nur aufgrund der schönen neuen Brücken über den Sydhavnen und den Nordhavnen, die nicht nur funktional, sondern auch optisch äußerst gut gelungen sind.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Wobei klar ist, dass die Verkehrsingenieure sich nicht dem Shopping und der Freizeitgestaltung widmeten, sondern sich mit dem fahrerlosen Metrosystem und der Beschiffung der vorhandenen Gewässer auseinandersetzen wollten. Leider ist letzterer Programmpunkt aufgrund der hohen Auslastung des Mietschiffbetriebes bei diesem wundervollen Wetter regelrecht ins Wasser gefallen. Dafür wurde das Metrosystem intensiv erfahren.
Abschließend sind zwei Punkte festzuhalten: Kopenhagen ist eine Reise wert, egal ob diese unter einem Verkehrs- oder einem Freizeitschwerpunkt vorgesehen ist.
 
Die Teilnehmer der Fachexkursion haben diese Stadt als freundlich, offen, lebenswert empfunden.
 
Und als zweiter Punkt ist festzuhalten, dass Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen die Qualität unseres Lebens wesentlich beeinflussen. Während wir Teilnehmer der Fachexkursion am Freitagvormittag mit dem Rad unsere Mobilität genossen haben, ist die Rückfahrt über Hamburg zu einem Staudesaster geworden. Erhaltungsmaßnahmen auf der A1 im Bereich des Zweig Veddel, Betonplatten, die aufgrund der Hitze ihre Position nicht hielten und unzureichende Verkehrsinformationen über staubedingte Einschränkungen ergaben einen kleinen Wehmutstropfen.
 
Es wird in den nächsten Jahren unsere gemeinsame Aufgabe sein, Wehmutstropfen wie diesen zu bewältigen und Verkehrsinfrastruktur zu schaffen, die mit der Verkehrsentwicklung Schritt hält oder verkehrliche Alternativen anzubieten, wie sie auf der Fachexkursion im Großen (Fehmarnbelt-Tunnel) und im Kleinen (Fahrradmobilität und fahrerlose Metro) erlebt wurden.
 
Ein abschließender Dank geht an die Organisatoren der Fachexkursion allen voran an Prof. Carsten W. Müller, der die Fachexkursion schon mit Studenten im Vorfelde in ähnlicher Form einmal getestet hatte und seine Kontakte für die VSVI-Bremen wieder aktiviert hatte. Und natürlich an alle weiteren helfenden Kräfte, die eine solche erlebnisreiche Exkursion überhaupt erst ermöglichen.
 
Text: Markus Mey
 

Bild "64.jpg"

Ein paar bildliche Eindrücke finden Sie in der nachstehend verlinkten Bildergalerie:  
VSVI Bremen in Kopenhagen 25.-27.08.2016
 
Darüber hinaus wurde vor Ort mit uns ein kurzer Clip gedreht - das Ergebnis können Sie hier sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=OaKogtkgf0I
 
============================================================================================
 
 
Fachexkursion Weserstadion - Realisierung von Hochwasserschutzmaßnahmen - 20.06.2016
 
 
Das Thema Fußball hat in den vergangenen Monaten die Bremer intensiv bewegt.
 
Insofern kam im Frühjahr dieses Jahres die Idee gerade recht, eine Besichtigung des Erstligastadions des SV Werder Bremens zu organisieren.
 
Das Stadion an sich war bereits vor einigen Jahren im Zuge der Umbaumaßnahmen besichtigt worden. In Kombination mit den derzeit in der baulichen Umsetzung befindlichen Hochwasserschutzmaßnahmen hat sich ein interessantes Thema für eine weitere Fachexkursion der VSVI Bremen ergeben.
Perfekt organisiert durch die Bremer Weser-Stadion GmbH wurden die Teilnehmer der Fachexkursion durch Herrn Rehling empfangen. Durch ihn wurden grundsätzliche Informationen zu den Entwicklungsschritten des Weserstadions beginnend lange vor dem zweiten Weltkrieg vorgestellt.
 
Im Zuge der diversen Umbaumaßnahmen wurde u.a. die Leichtathletikbahn zurückgebaut, wodurch ein reines Fußballstadion entstanden ist. Darüber hinaus wurde zwischenzeitlich eine Rasenheizung eingebaut, um die Standards, die für die 1. Bundesliga gefordert sind, einzuhalten.
Darüber hinaus wurden durch Herrn Rehling diverse Informationen zu den Eigentums- und Betriebsverhältnissen gegeben.
 
In Bezug auf den Hochwasserschutz ist festzustellen, dass das Weserstadion das einzige deutsche Fußballstadion ist, das im Außendeichbereich liegt und ausschließlich von einem Sommerdeich geschützt wird. Über die Gefahr des Hochwassers hinaus besteht kein Schutz gegen aufsteigendes Grundwasser. Somit wurden als Ziel die Umsetzung eines durchgängigen Hochwasserschutzes mit einem 1,0 m den Bestand überschreitenden Schutzniveau formuliert und entsprechende Maßnahmen als Schutz gegen aufsteigendes Grundwasser festgelegt.
In den letzten acht Jahren wurden die Rahmenbedingungen in diversen Planungsrunden ausgearbeitet, im Herbst 2015 wurden abschließende politische Beschlüsse gefasst und seit Mai 2016 liegt zumindest für den ersten Bauabschnitt der Planfeststellungsbeschluss vor, auf dessen Grundlage seit Mitte 2016 die Bauausführung im Westbereich des Weserstadions aufgenommen wurde. Die Gesamtmaßnahme, die ein Gesamtbauvolumen von ca. 7,5 Mio. € umfasst, wird voraussichtlich noch bis Mitte 2017 andauern.
 
Im Anschluss an diese grundsätzlichen Informationen zum Weserstadion und zum Hochwasserschutz wurden durch Vertreter der Planungsarbeitsgemeinschaft bestehend aus den Büros IDN und Kreikenbaum + Heinemann konkrete Angaben zu dem Planungsgegenstand gegeben. Durch Herrn Kahlenberg, Geschäftsführer im Büro IDN, wurden die technischen Aspekte des Hochwasserschutzes dargelegt. Frei nach dem Motto „Der SV Werder wird nicht untergehen!“ wurden die Planungen umgesetzt.
 
Die Basis hierfür ist der Generalplan Küstenschutz, der vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zu befürchtenden Erhöhung der Sturmflutgefahr neue Schutzhöhen vorgibt. Der Osterdeich verfügt über eine Schutzhöhe von 8,35 m über N.N., während der im Bestand das Weserstadion umgebende Sommerdeich auf einem Niveau von 5,50 m liegt. Im Jahre 2013 drohte durch das Sturmtief Xaver einen konkreten Hochwasserfall im Weserstadion zu entstehen, da die Weser einen Maximalstand von 5,24 m erreichte und auch hier die Gefahr des Auftriebes als wesentliches Problem erkannt wurde.
 
Hinsichtlich der äußeren Schutzlinie wurden im Planungsprozess diverse Varianten untersucht. Hierbei wurde ein reiner Objektschutz mit einer mobilen Sicherung des Stadions im Hochwasserfall ebenso wie eine große Lösung, die Pauliner Marsch umfassend, betrachtet. Nach Abwägung der verschiedenen Varianten wurde als Vorzugsvariante eine Hochwasserlinie fixiert, die den Nahbereich des Stadions umfasst und auf der Ost- und Westseite an den Osterdeich anbindet.
Als angepeilte Schutzhöhe sind nun 6,50 m N.N. vorgesehen, die auf einer Länge von etwa 950 m das Stadion und das Stadionumfeld umfassen.
 
Dieses Schutzniveau wird mittels Neubaumaßnahmen sowie der Ertüchtigung des vorhandenen Sommerdeiches erreicht. Darüber hinaus wird zur Schaffung einer ausreichenden Auftriebssicherheit eine Brunnengalerie realisiert, die zur Regulierung des Wasserstandes im Hochwasserfall dient.
Hinsichtlich des Außenbereiches wurde im Anschluss durch Herrn Kreikenbaum ausgeführt, dass die vorhandenen Platzflächen in ihrer Struktur und Freiraumgestaltung wesentlich verändert werden. Dieses betrifft die Bereiche östlich und westlich des Weserstadions. Die Bereiche, in denen die Neubaumaßnahmen des Hochwasserschutzes umgesetzt werden.
 
Vor dem Hintergrund von 340 spielfreien Tagen im Jahr ist nicht nur der Besuchszustand des Stadions, sondern auch die hiervon völlig unabhängige Nutzung durch die Anlieger der angrenzenden Quartiere zu berücksichtigen. Somit entsteht im Bereich des Weserstadions ein neuer Freiraum, der als grüne Sportpromenade das Weserstadion beidseitig einfasst. Zusätzliche Aufgabenstellungen waren in diesem Zuge nicht nur die Schaffung erweiterter Flucht- und Rettungsflächen, sondern auch eine adäquate Anbindung des Schwimmbades auf der Ostseite des Stadions.
 
Als Planungsvorgabe wurde der Erhalt der diversen vorhandenen Großbäume formuliert. Als Gestaltungselement wurde eine Unterbrechung der auf der Ostseite dominanten mit 2,0 m aus dem vorhandenen Gelände herausragenden Spundwand mittels öffnenden Fenstern vorgesehen.
Darüber hinaus wurde durch Herrn Kreikenbaum die Ausstattung der Freiräume dargestellt, die sich derzeit in der Abstimmung befindet und neben der gestalterischen Funktion auch die besonderen Problematiken im Umfeld eines Stadions berücksichtigen muss.
 
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die sich anschließende Besichtigung des Weserstadions und die einleitenden Worte zum Stadion erneut tiefe Einblicke für die Teilnehmer der VSVI Fachexkursion in den planerischen und technischen Kontext der laufenden Baumaßnahmen ergeben haben. Aktuell war der Presse zu entnehmen, dass sich auch bereits neue Ideen in der Planung befinden, da ab 2017 wohl wieder Konzertveranstaltungen im Stadion stattfinden sollen.
 
Und vielleicht ist es dem SV Werder Bremen absehbar wieder vergönnt, auf europäischer Ebene Fußball zu spielen.
 
Insofern kommt keine Ruhe auf und der nächste Besuch des Stadions lässt sich bereits planen.
 
Bildliche Eindrücke zur Fachexkursion finden Sie hier: Weserstadion  
 
============================================================================================
 
Fachexkursion nach Bremerhaven - Großprojekte im Fokus – 21. April 2016  
 
Bremerhaven ist immer eine Reise wert....In Bremerhaven scheint immer die Sonne...
 
Kommen Ihnen diese Sätze bekannt vor?
 
Jedes Jahr organisiert die VSVI Bremen eine Fachexkursion nach Bremerhaven - und: Bremerhaven ist und bleibt für uns Ingenieure spannend.
 
Hier haben wir eine kleine Bildergalerie für Sie zusammengestellt:
 
Großprojekte im Fokus Fachexkursion nach Bremerhaven am 21.04.2016  
 
============================================================================================

Besichtigung Neubau Bahnhofsvorplatz in Verbindung mit der Mitgliederversammlung – 07.04.2016  
 
Im Vorfelde der Mitgliederversammlung wurde 2016 eine der großen „Bremer Baugruben“ besichtigt.
 
Der Neubau am Bahnhofsplatz hat in den vergangenen Jahren viele Diskussionen hervorgerufen. Nunmehr wird ein neues Stück Bremen geschaffen.
 
Die derzeitigen Bauaktivitäten bieten zahlreiche interessante Aspekte.
 
Dies war uns Anlass genug, um eine eigene Fachexkursion zu organisieren und im Vorfeld der Mitgliederversammlung einen Blick "aus der Vogelperspektive" in die Baugruben zu werfen, was von fachkundiger Seite begleitet wurde.
 
Einen detaillierten Bericht finden Sie in Kürze an dieser Stelle.
 
Eine Bildauswahl zu beiden Veranstaltungen, aufgenommen durch Stefan Pohl von der Jungen VSVI Bremen, haben wir Ihnen nachfolgend zusammengestellt:
 
Bildliche Eindrücke zur Fachexkursion "Neubau Bremer Bahnhofsvorplatz" und Mitgliederversammlung 07. April 2016  
 
============================================================================================
 

Fachexkursion ins Bau-ABC Rostrup/Bad Zwischenahn am 10. November 2015
 

Unter der Leitung von Professor Carsten-Wilm Müller fand am Dienstag, dem 10. November 2015, eine Fachexkursion in das Ausbildungszentrum des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e. V. , das Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn statt. Die realen Praxisabläufe von Straßenfertiger, Verdichtungswalze und Kaltfräse auf einer Baustelle, auf der Asphalteinbau stattfindet, bildeten die Tagesschwerpunkte.
Studierende sowie VSVI-Mitglieder nahmen an diesem Tag die Weiterbildungsmöglichkeit mit Begeisterung wahr.
 
Nach einer Begrüßung und Einführung durch Hermann Greve, dem Lehrwerkmeister für Metall- und Maschinentechnik, konnten die 20 Teilnehmer den Einbau von Ersatzmischgut mit dem Straßenfertiger in der Praxis nach fachlichen Gesichtspunkten beobachten. Björn Westphal (Vögele AG) erläuterte Grundfunktionen, Einstellungen und einbaubedingte Prozessabläufe. Anschließend wurden Einbaufehler, welche durch Fehleinstellungen an der Maschine auftreten können, demonstriert.
 
Die Verdichtungswalze konnte ebenfalls genauer betrachtet, ja sogar selbst gefahren werden. Das Mittagessen in der Kantine bot Zeit für interessante Diskussionen und Gespräche.
Den Abschluss fand die spannende Veranstaltung mit der Begutachtung einer Kaltfräse beim Asphaltausbau. Hierbei wurde das Augenmerk insbesondere auf mögliche Ausbaufehler der Fräswalze gelegt.
 
Bereits am Vortag wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit geboten, im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der VSVI Bremen und der Hochschule Bremen ein ganztägiges Seminar mit dem Schwerpunkt Asphalteinbau, Verdichtungs- und Kaltfrästechnik zu besuchen.
 
Ein herzliches Dankeschön der VSVI Bremen geht an die Hochschule Bremen und den Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen. Während der Bauindustrieverband das Ausbildungszentrum zur Verfügung stellte, übernahm die Hochschule weite Teile der Organisation. Prima, dass diese Kooperationen bestehen. Für die VSVI Bremen ein großer Gewinn, der sich nicht zuletzt durch zahlreiche Neuanmeldungen von Studierenden zeigt.
 
 
Ein paar bildliche Eindrücke zur Fachexkursion finden Sie hier:Fachexkursion Bau-ABC Rostrup  
 
==========================================================================================
 
Fachexkursion nach Wolfsburg / 17.-18.09.2015  

Am 17. und 18. September 2015 hat wieder eine „große“ Fachexkursion der VSVI Bremen stattgefunden. In diesem Jahr haben wir offensichtlich eine besonders enge Bindung an unser niedersächsisches Umfeld. Neben der Fachexkursion nach Verden (siehe separater Bericht), stand eine weitere niedersächsische Stadt auf dem Programm.
 
Sicherlich spielten die guten Kontakte der VSVI Bremen nach Wolfsburg bei der Auswahl des Ziels eine große Rolle. Ist doch der ehemalige Geschäftsführer der VSVI Bremen vor einiger Zeit beruflich nach Wolfsburg gewechselt. Olli Iversen hat sich in Wolfsburg schon so gut eingelebt, dass er uns ein tolles Programm vorbereiten konnte und somit die Reise nach Wolfsburg besonders attraktiv gestaltet hat.
 
Wer glaubt, dass Wolfsburg sich nur mit Autos und Verbrennungsmotoren beschäftigt ist, nicht mehr auf Höhe der Zeit. Das Programm der Fachexkursion war sehr breit aufgestellt, und begann mit einer Besichtigung des eMobilityCube am Bahnhof. Hier wurden pedelecs ausgeliehen, mit denen nach Besichtigung des eMobilityCube eine gemeinsame Fahrt vom Bahnhof aus zum Rathaus ausgeführt wurde. Hier wurden erste Einblicke gewonnen in die neue Mobilität, in die Aktivitäten Wolfsburgs außerhalb des Themas Auto und Verbrennungsmotor und bereits ein erster Kontakt mit der Innenstadt in Wolfsburg aufgenommen.
 
Im Anschluss ging es - leider bei regnerischem Wetter - Richtung Allerpark weiter. Der Allerpark ist so etwas wie der Freizeitbereich der Stadt Wolfsburg. Allen bekannt sind die Autostadt, die sich auf der Westseite anschließt, und natürlich die Stadien des VfL Wolfsburg. Im Allerpark gibt es aber noch viel mehr zu besichtigen. Fasziniert waren die Teilnehmer der Fachexkursion von dem großen See und den Wasserskiläufern, denen der strömende Regen natürlich viel weniger ausmachte, als den pedelec-fahrenden Teilnehmern.
 
Der VfL Wolfsburg hat sich in den letzten Jahren fulminant entwickelt. Dieses gilt sowohl für den Frauen- als auch für den Herrenfußball. Genug Substanz, um mittlerweile ein kleines, aber sehr gut gemachtes Museum aufzubauen und um Führungen durch die Arena anzubieten. Weitestgehend geschützt vom Regen wurde somit erneut ein Stadion in eine Fachexkursion eingebaut, nachdem die Allianz Arena und das Weserstadion schon in der Vergangenheit besichtigt worden waren. Da auch in Wolfsburg alles in grün-weiß gehalten ist, fühlten sich die Bremer fast wie zu Hause.
 
Im Anschluss ging es weiter an die nördlich des Allerparks gelegene Badelandkreuzung. Durch Vertreter der Stadt Wolfsburg und des zuständigen Ingenieurbüros wurden Informationen über den derzeit laufenden Ausbau der Badelandkreuzung gegeben. Diese befindet sich im nördlichen Zufahrtsbereich zur Stadt Wolfsburg und wird täglich von starken Pendlerströmen belegt. Insofern eine besondere Herausforderung für die Baustellenorganisation und die Bauablaufplanung. Aber nicht nur das: Auch im Bereich Marketing eine besondere Herausforderung. In einer groß angelegten Kampagne bei dem sich im Westen räumlich anschließenden, aber vor einiger Zeit bereits abgeschlossenen Umbau der Schlosskreuzung wurde das Thema Marketing in Wolfsburg hoch aufgehängt. Verschiedenste Elemente von der Internetinformation über die regelmäßige Information der Verkehrsteilnehmer vor Ort hat die Stadt Wolfsburg offensichtlich den Zahn der Zeit getroffen. Sehr positive Resonanzen gab es nun auch bei dem Ausbau der Badelandkreuzung mit gleichen Marketingmaßnahmen.
 
Der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen und einem abschließenden Blick über die Stadt Wolfsburg.
 
Am nächsten Morgen ging es direkt zur Autostadt. Der Wettergott war uns an diesem Tag nach den regnerischen Eindrücken am Vortrag wirklich positiv geneigt. Der Freitag wurde in Wolfsburg zum fast sommerlichen Erlebnis. Insofern passte es gut, dass wir nicht mit dem Auto zum Gelände des Fahrsicherheitstrainings von Volkswagen, sondern mit der Solarfähre über den Kanal gefahren wurden. Im Hause des Fahrsicherheitstrainings erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Vortrag über die Projektierung des Geländeparcours in zwei Phasen. Von den ersten strategischen Planungsüberlegungen, über die interdisziplinäre Planung bis hin zur baulichen Umsetzung wurden umfangreiche und detailreiche Informationen gegeben. Ein komplexes Projekt, bei dem Volkswagen insbesondere darauf geachtet hat, dass nicht nur die technischen Aspekte und die Funktionalität im Vordergrund standen, sondern insbesondere die Integration des Parcours in das Umfeld und die anspruchsvolle Gestaltung des Parcours auch aus landschaftsplanerischer Sicht erfolgten.
 
Im Anschluss fand dann ein Empfang im Rathaus statt. Die Stadtbaurätin Monika Thomas empfing die Teilnehmer der Fachexkursion und stellte die Stadtgeschichte der Stadt Wolfsburg dar. Nachdem schon einige Impressionen in Wolfsburg gesammelt worden waren, konnten die Informationen hervorragend in das Bild eingepasst werden, das sich die Teilnehmer der Fachexkursion von Wolfsburg bereits machen konnten. Aber nicht nur historische Einblicke in die Stadtentwicklung, die sich im Falle von Wolfsburg nur auf wenige Jahrzehnte beschränkt, sondern auch aktuelle verkehrspolitische Themen wurden vorgestellt und im Anschluss gemeinsam erörtert.
 
Von hier aus ging es erneut zur Autostadt - es ist gleich zu merken, dass Wolfsburg auch zu Fuß gut zu erschließen ist. Von der Autostadt legte ein Ausflugsboot zu einer Panoramatour auf dem Kanal ab. Dieses Mal in die andere Richtung entlang des Volkswagenwerkes. Auch hier erhielten wir detailreiche Informationen über die Vergangenheit und die Entwicklung des Automobilwerkes.
 
Der folgende Programmpunkt blieb beim Thema Auto. Die Besichtigung des Automuseums. Nein, nicht das Museum auf dem Gelände der Autostadt, sondern das Museum, das die gesamte Entwicklung vom ersten Käfer bis zu aktuellen Modellen der VW - Modellpalette darstellt. Verblüffend, wie viele Teilnehmer der Fachexkursion vor einem Fahrzeug stehen blieben und feststellten: Habe ich auch schon gefahren. Und auch verblüffend, über welche Detailinformationen die Teilnehmer der Fachexkursion zu den einzelnen Fahrzeugen verfügten.
 
Nach einer Stärkung in der Autostadt ging es dann mit der Bahn zurück nach Bremen. Wir hatten uns erneut gegen eine Busfahrt entschieden und können verzeichnen, dass nach der Fachexkursion nach München nun zum zweiten Mal auch die Bahn - zumindest weitestgehend - ein verlässlicher Partner für die Fachexkursionen der VSVI Bremen ist.
 
Abschließend möchten wir nicht nur den Dank an die Stadt Wolfsburg und all diejenigen richten, die uns bei der Fachexkursion so hervorragend und freundlich unterstützt haben, sondern auch Volkswagen wünschen, dass die aktuellen Probleme bald und nachhaltig bewältigt werden können, um die Stadt Wolfsburg auch weiterhin bei ihrer bemerkenswerten Entwicklung unterstützen zu können.
 
Ein paar bildliche Eindrücke zur Exkursion finden Sie hier: Eindrücke zur Fachexkursion Wolfsburg  
 
============================================================================================
 
Fachexkursion nach Verden mit Besichtigung Allerbrücke und Allerufer / 20.07.2015
 
 
Am 20. Juli 2015 machte sich die VSVI Bremen in das niedersächsische Umland auf. Zugegeben, kein so attraktives Ziel in Niedersachsen wie Hannover und Wolfsburg. Trotzdem haben sich Bremer Kolleginnen und Kollegen von dem Programm angesprochen gefühlt. Zwei fachliche Beiträge in Sachen Allerbrücke und Allerufer sowie ein Stadtrundgang haben zumindest einen kleinen Einblick in die niedersächsische Nachbarschaft ermöglicht und es stellte sich heraus, dass Verden ein durchaus interessantes Ziel ist. Sowohl historisch als auch technisch, aber auch hinsichtlich der Lebens- und Aufenthaltsqualität. Aber der Reihe nach.
 
Zuerst ging es zur Nordbrücke über die Aller. Hier wurden wir begrüßt von Vertretern der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden, die für die Brückenplanung zuständig ist. Melanie Winter-Lücking und Stefan Hoffmann hatten sich perfekt auf den Besuch der VSVI Bremen vorbereitet. Da wir uns draußen vor Ort trafen, stand kein Beamer zur Verfügung, das Flipchart war jedoch aufgebaut und die einzelnen Folien einer Präsentation groß ausgedruckt, so dass die Fachvorträge zur Planung des Neubaus, aber auch zu den in der Vergangenheit ausgeführten Ertüchtigungsmaßnahmen vor Ort gehalten werden konnten. Wieder mal ein besonders tiefer Einblick in die planerischen, technischen und fachlichen Hintergründe. Im Anschluss an die Vorträge wurde die Nordbrücke im Rahmen einer Begehung von oben und von unten von den Teilnehmern der Fachexkursion inspiziert.
 
Im Anschluss führte das Programm am Allerufer entlang zur Reeperbahn. Die Reeperbahn ist eine Straße in Verden, die im Zuge der Umgestaltung des Allerufers einschließlich des Baus der Hochwasserschutzmauer ein zentrales Projekt in der städtebaulichen Weiterentwicklung der Stadt Verden darstellt. Die Teilnehmer der Exkursion erhielten von Bettina Hesse und Volker Boschhoff, beide von der Stadt Verden, umfassende Informationen über die konzeptionellen Ansätze der städtebaulichen Weiterentwicklung zwischen Aller und der Innenstadt der Stadt Verden, Informationen über den bereits umgesetzten ersten Teil des Projektes einschließlich des mit viel Liebe geplanten Mehrgenerationenspielplatzes und einen Ausblick auf die weiteren Planungsansätze und hiermit einhergehenden Baumaßnahmen, die sich Richtung Norden in der nächsten Zeit anschließen sollen.
 
Abgerundet wurde die Fachexkursion dann mit einer Stadtführung, beginnend am Rathaus, dessen Umfeld in den vergangenen Jahren auch mit einem hohen Anspruch an die städtebauliche Gestaltung umgestaltet wurde, vorbei am Verdener Dom und zurück entlang der Aller.
 
Auch wenn Verden nicht so groß und bekannt wie Hannover und Wolfsburg ist: die Fachexkursion hat sich aus fachlicher Hinsicht gelohnt, aber auch, um eine besondere Stadt im bremischen Umfeld kennenzulernen.
 
Ein paar bildliche Eindrücke zur Exkursion finden Sie hier: Fotos Fachexkursion Verden  
 
============================================================================================
 
 
Eröffnung Rolli-Parcours im Straßenbahndepot Bremen-Sebaldsbrück 23.06.2015
 
 
Zwischen Ausgrenzung und Teilhabe liegen manchmal nur wenige Zentimeter....und das im wahrsten Sinne des Wortes – jedenfalls für die rd. 1,6 Mio. Rollstuhlfahrer in Deutschland.
 
Denn: wo Rampen und Lifte fehlen, werden Stufen und Bordsteinkarten zu einem schier unüberwindbaren Hindernis.
 
Ein Thema, das auch viele Mitglieder der VSVI Bremen in ihrer täglichen Arbeit berührt.
 
Wir als Straßenbauer stehen in der Verantwortung, planerische und bauliche Lösungen zu schaffen, die für alle Verkehrsteilnehmer und somit selbstverständlich auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität vollständig und uneingeschränkt nutzbar sind. Insofern haben Vorstandsmitglieder der VSVI Bremen an der Einweihungsveranstaltung des Rolli-Parcours im Depot der Bremer Straßenbahn AG in Sebaldsbrück teilgenommen.
 
Um die täglichen Hürden für behinderte Menschen eindrücklich zu vermitteln, hat die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) zusammen mit den Freunden der Bremer Straßenbahn e.V., der AOK Bremen/Bremerhaven, der Hochschule Bremen, dem Verein „Selbstbestimmt Leben e. V.“ und dem Sanitätshaus Martens gemeinsam das Projekt „Rollstuhl-Parcours“ ins Leben gerufen.
 
Besucherinnen und Besucher können in der Fahrzeughalle des Bremer Straßenbahn-Museums „Das Depot“ im Bremer Stadtteil Sebaldsbrück (Schloßparkstraße 45) in einem Rollstuhl Platz nehmen und an sieben Stationen selbst erleben, vor welchen Herausforderungen Behinderte im Alltag stehen.
 
Ziel ist es, künftig Gruppen mit bis zu 25 Teilnehmenden für das Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu interessieren und zu sensibilisieren. Begleitet werden diese Gruppen beim Besuch des Parcours von Mitgliedern des Vereins „Selbstbestimmt Leben e. V.“, den „Freunden der Bremer Straßenbahn e.V.“ und von Studierenden der Hochschule Bremen.
 
Aufgrund der demografischen Entwicklung fahren immer mehr Fahrgäste mit der BSAG, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Dies berücksichtigt die Stadt Bremen und die BSAG bereits seit fast 30 Jahren. Im Jahr 1988 setzte die BSAG die ersten Niederflurbusse und 1990 die weltweit erste vollständige Niederflurstraßenbahn ein. Heute rollen auf Bremens Schienen und Straßen ausschließlich Niederflurfahrzeuge, die zudem alle mit einem Hublift für Rollstuhlfahrende ausgestattet sind. Auch die Haltestellen für Busse und Bahnen werden nach und nach umgerüstet. Statt in Busse und Bahnen hinaufsteigen zu müssen, kann man künftig niveaugleich hineingehen.
Doch die BSAG setzt nicht nur allein auf Technik. Seit einigen Jahren bietet das Unternehmen bereits Trainings zum Ein- und Aussteigen für Rollstuhlfahrende und Fahrgäste mit Rollatoren an. Die BSAG führt hierzu aus: „Der neue Rolli-Parcours ergänzt das bestehende Angebot und bietet allen einen Perspektivwechsel an, mit dem Ziel, öffentliche Räume noch mehr an die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Menschen in Bremen anzupassen.“ Die BSAG wünscht sich viele Nutzer für das beschriebene Projekt. Machen auch Sie Gebrauch von diesem Angebot. Egal ob als Firma, als Verband oder als Gruppe Interessierter.
 
Die VSVI Bremen plant, voraussichtlich im November 2015 einen Besuch des Parcours anzubieten.
 
Bereits vor einigen Jahren hatten wir die Gelegenheit, in der Werkstatt der BSAG den Parcours in Augenschein zu nehmen und mit Unterstützung durch Professor Carsten Müller von der Hochschule Bremen eine Live-Erfahrung im Rollstuhl oder mit abgedeckten Augen in Bremens Zentrum zu sammeln. Die VSVI-Mitglieder, die diese Fachexkursion mitgemacht hatten, berichten noch heute von den intensiven Erfahrungen und der resultierenden Sensibilisierung.
 
Darüber hinaus wird die VSVI von der Fachexkursion einen Filmbericht erstellen lassen, der auf der Homepage, aber auch an dritten Stellen publiziert werden soll, um zusätzlich zu den schriftlichen Erläuterungen zu diesem Themenfeld auch bewegte, deutlich einprägsamere Einblicke zu ermöglichen.
 
Markus Mey
BPR Dipl.-Ing. Bernd F. Künne & Partner mbB
 
Hier gehts zur
Bildergalerie Rolliexkursion BSAG  
 
============================================================================================
 
Fachexkursion der VSVI-Bremen zum Bau-ABC Rostrup am 5. November 2014  
 
Diesmal gab es von der VSVI Bremen eine Fachexkursion der etwas anderen Art:
 
Die VSVI Bremen bot eine Weiterbildung für Ingenieurinnen und Ingenieure der Praxis wie auch für Studierende an.
 
Unter der Leitung von Prof. Müller besuchte die VSVI-Bremen das Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Bad Zwischenahn, das Bau-ABC Rostrup. Über ein weiteres Vorstandsmitglied der VSVI Bremen, Lars Keller, wurde der Kontakt geknüpft. Die Nachfrage war mit 25 Teilnehmern erfreulich rege.
 
Was erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
 
Nach einer Einführung durch erfahrene Trainer für Strassenfertiger, Asphalt- und Betonfräsen, Vibrationswalzen und Walzenzüge in die Theorie dieser Maschinen hiess es "Hands On" - selber diese Maschinen bedienen im Ausbildungszentrum unter kontrollierten Bedingung und mit fachkundige Anleitung durch die Trainer. Für viele war es eine Erfahrung, die sie bisher nicht machen konnten, denn auf der Baustelle sind solche Erfahrungen meist nur für die Fachkräfte möglich.
 
Hier aber konnte, wer wollte, einen Fertiger mit 4 Metern Bohlenbreite ein Stückchen fahren, die Walzen selber lenken und das Ergebnis der Verdichtung durch einen Walzenzug selbst herstellen.
Auch eine Asphaltfräse konnte aus nächster Nähe begutachtet und die spezifischen Details beobachtet werden.
 
Nach dem praktischen Teil konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch an einem Imbiss stärken, bei dem weitere Fachgespräche mit dem Lehrwerkmeister für Metall- und Maschinentechnik, Herrn Herrmann Greve vom Bau-ABC Rostrup, anstanden. Diese Weiterbildung der sehr praktischen Art soll auf jeden Fall wiederholt werden, da waren sich die Teilnehmenden einig.
 
Text und Fotos: Prof. Carsten-Wilm Müller
 
Bild "8421.JPG" Bild "8422.JPG" Bild "8423.JPG"  
============================================================================================
 
Fachexkursion Bremerhaven IKEA Baustelle/Südlicher Fischereihafen- Termin: 23. Oktober 2014  
 
Die VSVI Bremen hat am 23. Oktober 2014 erneut eine Fachexkursion nach Bremerhaven unternommen.
 
Dieses Mal war das Ziel der Neubau eines IKEA-Marktes im Süden von Bremerhaven. All denjenigen, die in den vergangenen Jahren in diesem Bereich bereits Bauvorhaben betreut oder besucht haben, ist unmittelbar klar, dass die Gründung eines Gebäudes, der Außenanlagen und der verbreiterten öffentlichen Straßenver-kehrsanlage aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse eine besondere Her-ausforderung darstellt. Dies hat die VSVI Bremen zum Anlass genommen, eine Fa-chexkursion zu dieser Baustelle zu organisieren, die wie so oft aus einem theoreti-schen Teil mit Fachvorträgen, konkreten fachspezifischen Informationen sowie einer Baustellenbegehung bestand.
 
Bild "8431.jpg" Bild "8432.jpg"
Bild "8433.jpg" Bild "8434.jpg"  
============================================================================================
 
Fachexkursion "Amsterdam und Utrecht" 17.-19. Juli 2014  
 
Wenn wir als VSVI gefragt werden, welchen Sinn diese Vereinigung eigentlich hat, können wir schon immer auf den satzungsgemäßen Zweck der Fort- und Weiterbildung verweisen.
 
Wenn es um konkrete Beispiele geht, hatten wir in den letzten Jahren unsere Halbtagesfachexkursionen im Bremischen Umfeld und die Mehrtagestouren nach München, Dresden oder nach Schleswig-Holstein benennen können.
 
Nun kommt ein weiterer Baustein hinzu, eine Fachexkursion ins Ausland, nach Amsterdam und Utrecht.
 
Wie bei den Fachexkursionen zuvor ist auch hier zu unterstreichen, dass die Fachexkursionen der VSVI Bremen den Mitgliedern ermöglicht, Dinge kennenzulernen, die man als normaler Tourist so nicht erfährt.
 
Die Programmpunkte, die überwiegend durch Professor Carsten-Wilm Müller organisiert wurden, haben genau den Kern der Funktion der Vereinigung getroffen.
 
Am 17.07.2014 ging es früh in Bremen los mit dem Ziel Urk. Hier wurde eine Werft besichtigt, eine Werft, die eher im Landesinneren liegt, was die Frage aufwirft, wieso sich hier eigentlich eine Werft befindet. Es handelt sich um eine Werft, die Hausboote produziert, die komplett in Fertigungshallen erstellt werden, um eine möglichst hohe Qualität zu garantieren. Die ABC Arkenbouw-Werft baut Hausboote, die ein besonderes Lebensgefühl versprechen. Nach Vorstellung einiger Projekte durch den Geschäftsführer der Werft und eine Begehung der Betriebshallen und einzelner Ausstellungsobjekte führte unsere Fachexkursion nach Lelystad, wo wir konkret das Wohnen in Hausbooten besichtigen konnten. Ein Erschließungskonzept, das sich anders darstellt als unsere herkömmlichen Wohnerschließungsgebiete. Hier werden künstliche Wasserflächen angelegt, um Hausboote zu positionieren, die zwar hier fest verankert sind und sich nicht eignen, um über die Kanäle und Grachten Hollands zu schippern, die aber eine besondere Lebensqualität verheißen. Wer kann schon von sich sagen, dass sein Haus von Wasser umgeben ist, dass ein geradezu karibisches Flair das Zuhause umgibt? Interessant, wie in anderen Ländern das Thema Erschließungsplanung interpretiert wird.
 
Diesmal konnte die VSVI Bremen offensichtlich auf einen besonders guten Draht zu Petrus setzen, da nicht nur die Besichtigung der Hausboote, sondern die gesamte Fachexkursion nach Amsterdam und Utrecht wettertechnisch unter einem sehr guten Stern stand.
 
Warm, sonnig, hochsommerlich, aber erträglich für das Programm, das sich die Bremer VSVI vorgenommen hatte.
 
Nach der Besichtigung der Hausboote ging es weiter nach Amsterdam, um unser Quartier zu beziehen. Und wen wundert es: Auch hier spielte das Wasser eine große Rolle. Untergebracht waren wir in einem Botel. Ein riesiges Boot, das nur als Hotelschiff genutzt wird, auf der Nordseite der Ij liegt, umgeben von Wasser und von alten Hafenrevieren.
 
Wir wissen mittlerweile, dass alte Hafenreviere nicht mehr nur einen verstaubten Charme haben, aus alten Hallen und verbliebenem Schrott der industriellen Vorzeit bestehen. Deutsche Beispiele wie die Hafencity in Hamburg oder die Überseestadt in Bremen gibt es genug.
 
Auch in Amsterdam werden Hafenquartiere revitalisiert, einer neuen Nutzung zugeführt. Ein Spaziergang durch dieses Areal beginnend am Hotel zeigte, dass auch in Amsterdam eine fulminante Entwicklung dieser Gebiete möglich ist. Vielleicht nicht so sortiert wie in Deutschland, einem stringenten Masterplan folgend, dafür mit viel Kreativität ausgestattet, zeigt sich dieses Gebiet in neuer Qualität. Besondere Hingucker sind hierbei das Kranspoor-Haus, ein drei-etagiges Bürogebäude, das auf eine etwa zehn Meter hohe ehemalige Kranbahnkonstruktion aufgesetzt wurde. 300 Meter lang, etwa 30 Meter breit, ein echter Hingucker, eine Überraschung in dieser Landschaft, in der man nicht unmittelbar moderne Architektur erwartet. Oder die Europazentrale des Musiksenders MTV, die in einer Bestandswerfthalle untergekommen ist, sich keine Sorge über energetische Aspekte machen muss, da das Gebäude in die Halle hineingebaut hat, somit dient der alte Gebäudekörper als Wetterschutz und der neue Gebäudekörper innen deckt die energetischen Aspekte als Neubau ab. Ein Blick hinein zeigt, wie progressiv das Arbeiten sein kann, Inseln der Ruhe, des Austausches, der Kommunikation schon beim ersten Blick in die große Halle. Von hier aus führt der Weg weiter in das Gebiet hinein, natürlich gibt es hier auch moderne Hochhäuser mit viel Glas und Stahl, aber auch Hallen, in denen einzelne Flächen gemietet und Wohnunterkünfte hineingebaut werden können, Straßenbahnen, die bewohnt sind, alte Werfthallen am Ufer der Ij, die des nachts als Party- und Eventflächen dienen.
 
Interessant, dass die ersten Kontakte mit Amsterdam nicht in das touristische Herz führten, sondern in dieses Gebiet, das eine Mischung aus spontaner Entwicklung, konzeptioneller Architektur und neuer Lebenswelt darstellt. Ist es hier vor Jahren noch vielfach gesetzlos zugegangen, Hausbesetzungen standen an der Tagesordnung, findet heute eine Mischung aus allem statt, die uns Touristen und Fachexkursionsteilnehmer einen ganz neuen Blick auf die Entwicklung von Stadtquartieren ermöglicht.
 
Dann ging es über die Ij hinweg mit der kostenlosen Fähre zur Centraal-Station am nördlichen Rand der Amsterdamer Innenstadt. Der Spaziergang durch die Innenstadt zeigte die Lebendigkeit der niederländischen Metropole, die Verbindung zwischen historischen Gebäuden und dem pulsierenden Leben, das die Niederländer so bemerkenswert führen. Das anschließende Essen mündete in einen Spaziergang an den Grachten entlang.
 
Am nächsten Morgen ging es dann in die Nachbarstadt Utrecht. Die viertgrößte Stadt Hollands, nach der Hauptstadt Amsterdam, dem Regierungssitz Den Haag und der Hafenmetropole Rotterdam zeichnet sich in verkehrlicher Hinsicht insbesondere dadurch aus, dass sich hier die Gleisstränge in Nordsüd- und Ostwestrichtung treffen. Im Schatten der großen umliegenden Städte hat sich hier eine Mobilitätsdrehscheibe entwickelt, die ihresgleichen sucht. Das historische Herz der Stadt mit einem bemerkenswerten Dom und den bereits aus Amsterdam bekannten Sträßchen und Grachten liegt auf der einen Seite der Zentralstation und auf der anderen Seite entwickelt sich ein Messegelände und das moderne Utrecht. Entwicklungskonzepte der 70er Jahren mit Straßenzügen neun- bis elfstreifig wurden schon vor langer Zeit als Fehler der Stadtentwicklung erkannt. Es hat aber viele Jahre gedauert, um ein neues Konzept zu entwickeln, um die Schwerpunkte zu fixieren, um Klarheit darüber zu schaffen, welches Gesicht das Utrecht zwischen dem alten Kern und der modernen Stadt erhalten soll. Bemerkenswert ist nicht nur das komplette Umkrempeln der Mobilitätsdrehscheibe zwischen Bahnverkehren, Straßenbahnen, Bussen, Radverkehrsnutzungen und erstaunlich wenig Autothemen, sondern auch die Tatsache, dass das Thema Öffentlichkeitsbeteiligung, Information der unmittelbar Betroffenen, aber auch der Touristen und der fachlich Interessierten hier ganz groß geschrieben wird.
 
In einem professionell konzeptionierten Infocenter und auf der Baustelle selber wurden wir von echten Profis, was die Kommunikation und Information anbetrifft, begrüßt. Es hat uns begeistert, mit welcher Leidenschaft und welcher Professionalität die Schnittstelle zur Öffentlichkeit gepflegt wurde und wie sympathisch freundlich und engagiert wir über die Projekte aufgeklärt wurden.
 
Gigantische Dimensionen hat der Neubau des Bahnhofs oberhalb der Gleisanlagen. In den Treppenanlagen, die den Höhenversatz zwischen der ankommenden Nullebene und dem Bahnhof darstellen, werden riesige Fahrradparkhäuser mit 4.500 und 12.500 Einstellplätzen untergebracht. Eines dieser Parkhäuser ist bereits fertig und wurde uns konkret erläutert. Ein umfassender Vortrag über die stadtplanerischen Ansätze, über die Mobilitätskonzepte der Stadt Utrecht und der Umlandregion öffnete den Blick auf konzeptionelle Vorgehensweise und die Ziele des Projektes. Es wurde unterstrichen, dass hier die öffentliche Hand und private Investoren sehr eng zusammenarbeiten und gemeinsam an dem Ziel einer zukunftgerechten Stadt, einer bestens funktionierenden Mobilitätsdrehscheibe, einem großen Nachhaltigkeitsgedanken arbeiten.
Und wer Lust hat, kann sich das Thema Fahrradfahren noch näher bringen, da auf dem Platz, an dem unsere Führung begann, die Tour de France im Jahr 2015 gestartet wird. Mit einer gigantischen Menge an fachlichen Informationen, mit einem intensiven Blick auf stadtplanerische und architektonische Überlegungen ging es anschließend zurück nach Amsterdam, um was zu tun? Natürlich, um Fahrrad zu fahren. Beginnend in Innenstadtnähe wurden die Entwicklungsgebiete auf der Südseite der Ij erradelt, ein Blick geworfen auf die besonderen Museen im Umfeld der Ij, die allein schon einen Besuch wert wären, geworfen, mit fachkundigen Erläuterungen unseres Stadtführers wurde uns Amsterdam nähergebracht, und Radfahren in der niederländischen Metropole geübt. Gut, dass es irgendwann eine Pause gab, eine Pause in einem Park, in dem wir uns niederlassen konnten, um all das Erlebte zu verarbeiten. Wieder zurück ging es über den Außenring Amsterdams, ein Blick in ein städtisches Umfeld, das sich doch ganz anders darstellt, als unsere deutschen Städte, quer durch die Eingangshalle des Rijksmuseums, zurück an den Grachten wieder ins Zentrum der Stadt.
 
Und auch der zweite Abend führte uns wieder ins Herzen Amsterdams, dann aber als Touristen und nicht mehr als Fachpublikum.
 
Am nächsten Morgen wurde die Rückfahrt angetreten, über die Straßen des motorisierten Verkehrs und wie soll es anders sein? Hinein in einen Stau am Emstunnel. Viel Zeit hatten wir noch das Thema Mobilität zu diskutieren, viele nordrheinwestfälische Fahrzeuge zu betrachten, die sich auf der Fahrt in ihr niedersächsisches Urlaubsquartier an der Nordsee befanden und sich gemeinsam mit uns in den Stau stellten. Auch hier konnte man sich die Fragen stellen, wie sieht denn in Zukunft Mobilität aus, wer wird sich wie fortbewegen, wo sind Chancen und Risiken?
 
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Blick nach Amsterdam und Utrecht eine reichhaltige Erfahrung für uns alle gewesen ist, die wir uns mit den Themen Straßen, Verkehr, Brücken und Architektur befassen.
 
Herzlichen Dank besonders an Professor Carsten-Wilm Müller, der große Teile der Organisation übernommen hat und der im Vorfeld die VSVI Bremen in hohem Maße motiviert hat, mal wieder eine Fachexkursion ins Ausland auszuführen.
 
Markus Mey
Vorsitzender der Landesvereinigung Bremen
 
 
Bild "GruppenbildAmsterdam.jpg"  
Weitere Bilder finden Sie in Kürze in der VSVI Info.  
 
============================================================================================
 
Fachexkursion "AIRBUS WERKSBESICHTIGUNG" - 24. April 2014  

Am 24.04.2014 starteten ca. 20 Mitglieder der VSVI Bremen im Rahmen einer Fachexkursion einen Rundgang durch die Produktionshallen auf dem Airbus-Werksgelände am Bremer Flughafen.
 
Unter Führung von Christian Koos und unter Begleitung der Werksicherheit wurde den Teilnehmenden der zweitgrößte Airbus- Standort Deutschlands präsentiert.
 
Gestartet am Ausstellungsfoyer, zeigte Herr Koos die Flugzeugtypen der „Airbus Family“- darunter auch die Airbus A 380, das zurzeit größte zivile Verkehrsflugzeug in Serienproduktion.
Weiter führte der Weg durch die Produktionshallen des Standortes.
Neben der Herstellung, Entwicklung und Prüfung von Landeklappen wurde gleichsam ein Einblick in die Flügelausrüstung gegeben.
Ein weiterer Punkt auf dem Programm war die Entwicklung und Produktion des Militärtransporters A400M. Vor Ort wurde den Teilnehmern anhend anschaulicher Beispiele erklärt, welche Segmente an welchem Bauplatz gefertigt werden.
Darüber hinaus haben die Mitglieder der VSVI einen Einblick in die Flugzeug-Teilefertigung der Firma „Premium Aerotec“ erlebt; keine der gestellten Fragen blieb hierbei unbeantwortet.
 
Gebührenden Abschluss bildete das Condor Projekt, welches eine Besonderheit am Standort Bremen ist: die „Condor“ der 30er Jahre wird hier in einem bedeutenden Flugzeugsanierungsprojekt nach Bergung der Einzelteile von engagierten Rentnern nachgebildet.
 
Die rund 2-stündige Führung durch das Airbus- Werksgelände in Bremen war für die Teilnehmer eine interessante Exkursion in einen besonderen Bereich des Ingenieurwesens- den Flugzeugbau.
 
Text: auf Anfrage  
 
Bild "Airbus.jpg"  
 
 
Technische Flügelausrüstung im Airbus Werk Bremen
 
 
Quelle:http://www.aktivimnorden.de/detail/news/diese-bremer-befluegeln-die-welt
 
============================================================================================